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Hochwasserschutz

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Bis 1870 mäandierte der Flaz durch die weite, offene Ebene von Samedan, die durch Gesteinsmaterial gebildet wurde, das Gletscher zurückgelassen und Flüsse abgelagert hatten. Trotz ersten Dammbauten suchten immer wieder Überschwemmungen das Dorf heim und verursachten grosse Schäden. Die Fünfzigerjahre des letzten Jahrhunderts gingen mit deren fünf (1951, 54, 55, 56 und 57) als "Hochwasser-Jahrzehnt" in die Samedner Geschichte ein. Durch die 1956 bis 1958 errichteten Dämme konnte Samedan während vieler Jahren vor weiteren Überflutungen bewahrt werden. Die damals nach bestem Wissen dimensionierten Gerinne von Flaz und Inn haben sich aber mittlerweile als zu klein erwiesen. Dafür mitverantwortlich sind auch Klimaveränderungen (Rückzug der Gletscher und Ansteigen der Schneefallgrenze). Die zu erwartenden Wassermengen bei einem ausserordentlichen ("100-jährlichen") Hochwasser sind so gross geworden, dass sie nicht mehr vollständig abgeführt werden können und die Siedlungsgebiete von Samedan erneut gefährden.

Hochwasserschutzprojekt Samedan 2002 - 2006
"Sicherheit - Lebensqualität - Natur". Unter diesem Motto wurde am 08. April 2002 das Jahrhundertprojekt Hochwasserschutz  2002 - 2006 in Angriff genommen. Sicherheit, weil durch dieses Projekt die Hochwassergefahr gebannt wird. Lebensqualität, weil das Landschaftsbild in spektakulärer Weise aufwertet wird. Natur, weil dieser ein Teil zurückgegeben wird und wertvolle Lebensräume für Fauna und Flora entstehen.

Mit Mut, Weitsicht und Entschlossenheit haben sich die Samedner Stimmberechtigten am 18. November 2000 für ein Jahrhundertprojekt entschieden, das in seiner Art und in seiner Dimension in der Schweiz bisher einmalig ist.

Am 5. Juni 2004 konnte das neuerstellte Flussbett dem Flaz übergeben werden.